18. Hessen Cup
Mein Erfahrungsbericht zum Lvl III Match "18. Hessen Cup" in Philippsburg.
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8/13/20252 min read


18. Hessen Cup – Rückblick auf ein großartiges IPSC-Wochenende
Am 09. August durfte ich beim „18. Hessen Cup“ in Philippsburg dabei sein. Das Event war top organisiert, mit kleinen, überschaubaren Squads von etwa sechs Schützen. Mein Start war um 14 Uhr, und gegen 18:30 Uhr war das Match beendet – ein kompakter, aber intensiver Nachmittag voller Action.
Besonders glücklich war ich über mein Squad: Samanta Wendel und Horst Holzinger – absolute Profis mit riesigem Erfahrungsschatz. Ihre Anwesenheit hat mich enorm gepusht. Ich bekam viele wertvolle Tipps, konnte jede Frage stellen und erhielt immer eine hilfreiche Antwort. Dieses Miteinander war für mich einer der schönsten Aspekte des Tages – es herrschte ein echter Teamgeist, obwohl jeder für sich kämpfte.
Die erste Stage hatte es direkt in sich: Strong Hand Only – und das bei brütender Sonne. Der heiße, trockene Tag sorgte dafür, dass der Sand in den Kugelfängen bei jedem Schuss stark staubte. Nach dem ersten Beschießen war das Ziel nur schwer zu erkennen. Zusammen mit den einfallenden Sonnenstrahlen sorgte das dafür, dass ich darauf vertrauen musste getroffen zu haben – hatte ich wohl nicht und habe ein Mike kassiert. Super Start!
Meine dritte Stage war U-förmig aufgebaut, mit zwei Poppern in der Mitte – auf die volle Distanz der Bahn. Da ich mir nicht genug Zeit lassen wollte setzte ich zwei Schüsse daneben. Mein Magazinwechsel war knapp kalkuliert, weshalb meine Waffe plötzlich offen blieb. Statt wie geplant im Lauf nach dem zweiten Popper zu laden, musste ich ein Standing Reload durchführen. Als wäre das nicht genug, griff ich beim Magazinwechsel daneben – das erste Magazin landete auf dem Boden, also musste ich das nächste ziehen. Die Hektik im Kopf ist die größte Baustelle welche ich habe.
Bei einem Short Course, ebenfalls U-förmig aufgebaut, stand das letzte Target auf der rechten Seite und ließ sich vermeintlich nur nach einem ewig langen Laufweg als letztes Ziel beschießen. Aber durch einen engen Spalt zwischen den Wänden könnte man es an der richtigen Position von der linken Seite beschießen. dadurch würde man sich enorm viel Zeit sparen, da man alles von einer Seite des Us lösen könnte. Normalerweise hätte ich die Option eines so knappen Schusses nicht einmal in Betracht gezogen. Doch motiviert durch meine erfahrenen Teamkollegen probierte ich es. Der erste Schuss traf, beim zweiten splitterte das Holz – also noch einen präzisen Schuss hinterher. Das Risiko, hat sich gelohnt. Und ich lernte was alles möglich sein kann, mit der nötigen Erfahrung und Selbstvertrauen.
Meine letzte Stage des Tages lief wie am Schnürchen. Keine Fehler, kein Zögern – einfach Vollgas. Mit sauberer Ausführung und einem breiten Grinsen im Gesicht beendete ich mein viertes Match unter dem Applaus und Lob meiner Squadmitglieder. Ein perfekter Abschluss für einen intensiven Tag.
Mit 74 % und Platz 34 in Production Optics bin ich sehr zufrieden. Es gibt noch viele Baustellen in meinem Schießen die ich angehen möchte, aber mein Highlight des Tages war zu sehen, zu was ich schon fähig bin, mit genug Selbstvertrauen, Ruhe und neuen Perspektiven. Unterm Strich war es ein fantastischer Wettkampftag, der mir nicht nur sportlich, sondern auch menschlich viel gegeben hat. Ich freue mich schon jetzt auf das nächste Match – mit mehr Skills, mehr Selbstvertrauen und einer Menge Motivation im Gepäck.