Guns & Roses 2025

Mein Erfahrungsbericht zum IPSC Handgun Lvl III Match "Guns & Roses 2025" in Philippsburg.

7/14/20252 min read

Über die Warteliste ins Match

Vergangenes Wochenende machte ich mich früh morgens auf den Weg, um rechtzeitig vor Ort zu sein für die "Guns & Roses 2025". Als Motivation auf der Fahrt lief der Low Ready Podcast mit Marijan Loch.

Bereits am Vorabend hatte ich alles nach meiner Checkliste gepackt – inklusive Energy Drinks und Riegeln, um über den Tag genug Energie zu haben. In den letzten drei Wochen hatte ich mich intensiv vorbereitet: Tägliches Trockentraining nach Plan, Live-Fire am Wochenende – ich war heiß darauf, beim Wettkampf alles zu geben.

Ich hatte ursprünglich nur einen Platz auf der Warteliste ergattert, konnte dann aber kurzfristig doch noch teilnehmen. Ich wurde einem Squad mit insgesamt 14 Teilnehmern zugeteilt – eine ordentliche Gruppe. Das Match selbst zog sich, unter anderem durch längere Pausen zwischen den Stages, bis etwa 19:00 Uhr. Während des Wettkampfs war Müdigkeit kein Thema – das Adrenalin hielt mich fokussiert und wach. Erst auf der Heimfahrt spürte ich, wie lang und anstrengend der Tag tatsächlich gewesen war.

Das Match selbst war sehr abwechslungsreich und zum Teil auch herausfordernd gestaltet. Besonders beeindruckend war es, Top-Schützen wie Timm Eggers live zu erleben – das war nicht nur lehrreich, sondern auch extrem motivierend. Gleichzeitig hatte ich die Gelegenheit, neue Leute kennenzulernen und Freunde zu treffen – genau diese Kombination aus sportlicher Herausforderung und Gemeinschaft macht den Reiz an diesem Sport aus.

Training zahlt sich aus – und der Wettkampf zeigt neue Baustellen

Einige Elemente meines Trainings konnte ich direkt umsetzen: Schießen in Bewegung, also das Anlaufen und Feuern auf Ziele im Gehen, funktionierte gut. Auch Target Transitions und Magazinwechsel liefen flüssig – da zahlt sich die Wiederholung definitiv aus.

Besonders hilfreich war mein Fokus auf Strong- und Weak-Hand-Schießen in den letzten Wochen – auch wenn hier weiterhin viel Luft nach oben ist, hat es mich gerettet um bei zwei Stages nicht komplett zu versagen. Bei den Steel Plates und Long Shots wurde allerdings deutlich, dass ich in diesem Bereich noch gezielter trainieren muss. Hier werde ich meinen Fokus in den kommenden Wochen verstärken. Ein großer Lernpunkt für mich war das Stage Planning, vor allem bei besonders langen Parcours. Ich merke, dass ich hier noch unsicher bin, insbesondere beim Magazinmanagement. Gerade bei Steel Plates oder längeren Distanzen frage ich mich oft, ob ich ein Ziel im ersten Anlauf treffe – diese Unsicherheit macht es schwer, einen sauberen Plan durchzuziehen.

Am Ende konnte ich mir Platz 39 von insgesamt 102 Teilnehmern sichern – ein Ergebnis, mit dem ich für mein drittes Match und insbesondere für ein Level-3-Match wirklich zufrieden bin. Trotzdem ist klar: Es gibt viel zu tun.

Daher heißt es für mich: Nicht nur an den Shooting Skills arbeiten, sondern auch an meinem System. Wann mache ich den Magazinwechsel? Wie teile ich meine Munition ein? Diese Fragen muss ich zukünftig klarer beantworten können – im Training, aber vor allem im Kopf.

Fazit

Mein drittes Match war eine intensive, lehrreiche und motivierende Erfahrung. Ich bin stolz auf das, was ich bereits erreicht habe, und gleichzeitig voller Tatendrang, an den noch offenen Baustellen zu arbeiten. Das Match hat mir nicht nur meinen aktuellen Leistungsstand gezeigt, sondern auch ganz klar die Richtung, in die ich mich weiterentwickeln möchte.

Die nächsten Matches kommen – und ich bin bereit, weiter dran zu bleiben.